Wärmepumpe: Wir prüfen Ihre Angebote!
Wärmepumpen sind klimaschonend und energieeffizient – wenn sie
vernünftig geplant sind. Das einzuschätzen, kann für Laien ein Problem
sein. Der Angebotsvergleich geht deshalb über eine gewöhnliche Prüfung
des Preis-Leistungsverhältnisses hinaus: - Gehen Sie auf diese Internetseite der Verbraucherzentrale Bayern (Link).
- Füllen Sie dort den Fragebogen aus und laden Sie bis zu drei Angebote digital hoch.
- Die Verbraucherzentrale leitet Anfragen aus der Region
Ebersberg-München an die Energieagentur weiter. Ein Energieberater der
Energieagentur wertet die Unterlagen aus und vereinbart danach mit Ihnen
einen Termin für die Beratung.
- Die Beratung findet per Telefon oder Video statt. Nach dem Termin erhalten Sie die mit Markierungen versehenen Angebote zurück, darüber hinaus einen tabellarischen Überblick über die Bewertung.
Machen Sie den Wärmepumpen-Check
Kalte Wintertage lassen sich sehr gut nutzen – für einen Check, ob Ihr Haus „einfach so", nämlich völlig ohne Sanierung, für den Einbau einer Wärmepumpe tauglich ist. Denn es ist ein Irrglaube, dass sich Wärmepumpen nur für Neubauten oder gut sanierte Gebäude eignen!
Damit der Test gute Ergebnisse liefert, muss das Wetter passen: Es sollte kühl und bedeckt sein. Bestens geeignet sind mehrere aufeinanderfolgende Tage mit konstanten kalten Außentemperaturen. So zeigt sich, ob das Haus in einem passenden Dämmzustand ist oder zu viel Wärme nach außen abgibt. Außerdem sollte an den Testtagen die Sonne nicht scheinen, damit sich die Räume nicht durch die Sonne aufheizen. Und so geht der Test:
Die 7 Schritte des Tests
- Stellen Sie die Drehzahl der Heizungspumpe auf die höchstmögliche Stufe.
- Schalten Sie die Nachtabsenkung aus.
- Drehen Sie alle Heizkörper voll auf, um die maximale Wärmeabgabe zu gewährleisten.
- Warten Sie 24 Stunden. Es sollte jetzt viel zu warm im Haus sein.
- Senken Sie die Heizkurve ab und lassen sich alle Räume an die neue Temperatur anpassen (das dauert etwa 24 Stunden).
- Ist Ihnen immer noch zu warm? Wiederholen Sie die Absenkung solange, bis Sie sich gerade noch wohl fühlen. Tipp: Eine Temperatur von 20 °C in Wohnräumen gilt üblicherweise als ausreichend.
- Kontrollieren Sie an Ihrer Heizungsanlage nun die Vorlauftemperatur: Ist diese kleiner als 50 °C? Wenn ja, dann ist das Haus bereits gut geeignet für den Einbau einer Wärmepumpe!
Was ist die Heizkurve?
Eine Heizkurve zeigt grafisch den Zusammenhang zwischen Außentemperatur und der benötigten Vorlauftemperatur des Heizwassers an. Je kälter es draußen ist, desto höher muss die Vorlauftemperatur sein, damit die Räume warm bleiben. Die Heizkurve stellt sicher, dass die Heizleistung automatisch an die äußeren Bedingungen angepasst wird. Das spart Energie und verhindert eine Über- oder Unterversorgung. Um die Heizkurve abzusenken, müssen Sie in die Steuerung Ihrer Heizung eingreifen. Bei älteren Modellen geht die Absenkung manuell über Rädchen, bei modernen Anlagen im digitalen Bedienfeld. Im Internet können Sie dazu Anleitungsvideos finden. Sie können auch Ihren Heizungsmonteur um Hilfe bitten.


