Klimaschulen Ebersberg-München: 185 Projekte prämiert

27.10.2026 | Die diesjährige Prämienverleihung der Klimaschulen Ebersberg-München würdigte kreative Ideen und das Engagement der Schülerinnen und Schüler.
Gruppenbild zur Prämienverleihung 2026 © Energieagentur Ebersberg-München gGmbH
Wiederverwendbare Pizzakartons, ein selbstgebautes Solarfahrzeug oder ein Stuhl mit einer Sitzfläche aus dem Garn alter T-Shirts: Die Klimaschulen im Landkreis Ebersberg zeigen, wie vielfältig Klimabildung im Schulalltag aussehen kann. Bei der diesjährigen Prämienverleihung des Netzwerks Klimaschulen Ebersberg-München, das von der Energieagentur Ebersberg-München betreut wird, wurden am Donnerstag (22.10.) 185 Projekte aus dem Schuljahr 2025/26 mit insgesamt 9.950 Euro ausgezeichnet. Die Veranstaltung fand in der Aula des Gymnasiums Kirchseeon statt.

In seinen Eröffnungsworten verwies der Schulleiter, Christian Czempinski, auf die klimafreundliche Holzbauweise des neuen Erweiterungsbaus. Dieser spiegele den hohen Stellenwert wider, den der Landkreis Ebersberg dem Thema Nachhaltigkeit einräumt. Im Mittelpunkt der Prämienverleihung standen jedoch die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte, die sich mit ihren Projekten fürs Energiesparen, für Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit einsetzen. Mit dabei waren wie in jedem Jahr auch Landrat Robert Niedergesäß sowie die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Gemeinden, in denen die Klimaschulen ansässig sind. Sie vertreten die Sachaufwandsträger der Schulen: Bei den Realschulen und Gymnasien ist dies der Landkreis Ebersberg, bei den übrigen Schulen die jeweilige Gemeinde. 

Von der Produktprüfung bis zum Solarfahrzeug

Die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass Klimabildung viele Formen annehmen kann. So wurde ein Kräuternaschgarten angelegt, ein Insektenhotel gebaut und Unterricht im Waldklassenzimmer abgehalten. Simpel aber wirksam: Hinweisschilder mit der Aufschrift „Licht aus!" in allen Schulräumen regen zum Energiesparen an. 

Zwei weitere Beispiele verdeutlichen, wie sich Klimabildung in den Unterricht integrieren lässt: Bei „Stiftung Warentest selbst gemacht" prüften Schülerinnen und Schüler der Grund- und Mittelschule Aßling Produkte auf ihre Nachhaltigkeit. Das Gymnasium Grafing entwickelte mit seinen „Umweltvertretungsstunden" Materialien zur Umweltbildung, die Lehrkräfte flexibel und kurzfristig in Vertretungsstunden einsetzen können.
Die Prämiengelder sollen weitere Projekte im Bereich Klimabildung anstoßen und die Schulen darin bestärken, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
 
Schüler können etwas bewegen

In seinem Grußwort erinnerte Landrat Robert Niedergesäß daran, wie viel Schülerinnen und Schüler erreichen können: Vor mehr als zehn Jahren seien Schüler aus Grafing mit dem Wunsch auf ihn zugekommen, Papier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel" einzuführen. Trotz damaliger Gegenstimmen habe man das Vorhaben schließlich umgesetzt, nicht nur an den Schulen im Landkreis, sondern auch in der Landkreisverwaltung.
 
Die Geschichte zeigt, wie junge Menschen Veränderungen anstoßen können, wenn sie sich für ihre Anliegen einsetzen. Genau dazu soll Klimabildung ermutigen: nicht nur über Umwelt- und Klimaschutz zu lernen, sondern selbst aktiv zu werden und die eigene Umgebung mitzugestalten. 
 
Mit der jährlichen Prämienverleihung würdigt die Energieagentur Ebersberg-München als koordinierende Stelle das Engagement der Klimaschulen und unterstützt sie dabei, Energiesparen, Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit dauerhaft im Schulalltag zu verankern.

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