Rette die Welt … zumindest ein bisschen
23.09.2026 | Landrat Niedergesäß eröffnete die Ressourcenschutz-Ausstellung am Gymnasium Vaterstetten zusammen mit Schulleitung, Verbraucherzentrale und Energieagentur.
Gruppenbild Ausstellungseröffnung © Energieagentur Ebersberg-München gGmbH
Beim Rundgang durch die Ausstellung erläuterte Matthias Zeuner-Hanning, Umweltberater bei der Verbraucherzentrale Bayern, die Konzeptidee: „Kaum jemand hat eine Vorstellung davon, wie viel Wasser, Energie oder Bodenschätze bei der Herstellung unserer Alltagsprodukte verbraucht werden. Hinzu kommt noch der Energieverbrauch bei der alltäglichen Nutzung."
Die Ausstellung bricht komplexe globale Zusammenhänge auf zehn interaktive Stationen herunter, die ganz praktisch zeigen, was Ressourcenschutz im Alltag bedeutet. Besucherinnen und Besucher können zum Beispiel den „ökologischen Rucksack" aufsetzen und damit konkret erspüren, wie schwer der tägliche Ressourcenverbrauch ist. Zu erfahren ist auch, welche wertvollen Rohstoffe in „Schubladenhandys" schlummern und wie sich dieser Rohstoffschatz heben lässt, wie man Verpackungsmüll einspart und was sich hinter dem Begriff „virtuelles Wasser" verbirgt.
„Als Klimaschule freuen wir uns ganz besonders, Gastgeberin für die Klimaschulen aus dem gesamten Landkreis zu sein", betonte Schulleiterin Sabine Schwaiger. „Die Ausstellung bietet unseren Schülerinnen und Schülern einen großartigen, anschaulichen Zugang zu den Themen Ressourcenschutz und Nachhaltigkeit."
Vaterstettens Erste Bürgermeisterin Maria Wirnitzer zeigte sich ebenso erfreut: „Die Gemeinde Vaterstetten praktiziert bereits seit vielen Jahren Klima- und Ressourcenschutz. Ein gutes Beispiel ist die Umrüstung der kommunalen Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik, wodurch der Strombedarf der Beleuchtung um 70 Prozent gesenkt wurde. Im Bereich der Wärmewende widmet sich die Gemeinde einem Generationenprojekt. Durch die geplante tiefengeothermische Bohrung soll die Abhängigkeit von Rohstoffimporten wie Heizöl oder Erdgas reduziert werden. Durch den parallelen Ausbau des kommunalen Fernwärmenetzes sollen möglichst viele Bürger von dieser nachhaltigen Energiequelle aus dem Untergrund profitieren. Darüber hinaus wird aktuell die kommunale Wärmeplanung in Vaterstetten durchgeführt. Diese wird übrigens auch von der Energieagentur Ebersberg-München in Kombination mit dem INEV-Institut für nachhaltige Energieversorgung durchgeführt."
Tag der offenen Tür am 9. Oktober, 14 bis 17 Uhr
„Die Ausstellung ist für die Jugend gedacht, aber auch wir Erwachsenen können noch viel lernen", betonte der Geschäftsführer der Energieagentur Dr. Willie Stiehler und wies abschließend auf den kommenden Tag der offenen Tür hin: „Auch die breite Bevölkerung ist herzlich eingeladen, die Ausstellung selbst zu testen. Im Rahmen der Bayerischen Klimawoche öffnet die Ausstellung kostenlos für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Freitag, 9. Oktober 2026, von 14 bis 17 Uhr."
Bis zum 27. Oktober 2026 präsentiert die Energieagentur Ebersberg-München die Ausstellung im Humboldt Gymnasium Vaterstetten. Lehrkräfte an Grund- und weiterführenden Schulen des Netzwerks Ebersberger Klimaschulen können die Ausstellung mit ihren Klassen besuchen.
Bildunterschrift: Gemeinsam mit Vaterstettens Bürgermeisterin Maria Wirnitzer, der Schulleiterin Sabine Schwaiger, Dr. Willie Stiehler, Geschäftsführer der Energieagentur Ebersberg-München, Matthias Zeuner-Hanning, Umweltberater bei der Verbraucherzentrale Bayern, und Schülerinnen und Schülern des Humboldt-Gymnasiums Vaterstetten eröffnete Landrat Robert Niedergesäß die „Rette die Welt"-Ausstellung. © Energieagentur Ebersberg-München

