Vaterstetten plant die Wärme-Zukunft
30.07.2026 | Wie kann die zukünftige Wärmeversorgung Vaterstettens aussehen? Das klären jetzt die Energieagentur Ebersberg-München und das INEV aus Rosenheim.
Die Gemeinde Vaterstetten bringt mit ihrem bestehenden Fernwärmenetz und dessen kontinuierlichem Ausbau bereits gute Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunft der Wärmeversorgung mit. Zugleich gibt es noch viele offene Fragen für die weitere Entwicklung. Diese klären jetzt die Energieagentur Ebersberg-München und das Rosenheimer Institut für nachhaltige Energieversorgung (INEV), die ihre Kompetenzen dafür bündeln.Vaterstetten verfügt bereits über ein kommunales Fernwärmenetz, das von den Gemeindewerken kontinuierlich erweitert wird. Langfristig soll der Anteil erneuerbarer Energien als Quelle der Wärmeversorgung im gesamten Gemeindegebiet weiter steigen – auch durch den Bau einer Geothermie-Anlage. „Das sind bereits gute Voraussetzungen für eine nachhaltige Wärmeversorgung. Jetzt gilt es, das bestehende Potenzial für eine positive Weiterentwicklung auszuloten", sagt Katja Finkenzeller, Mitarbeiterin der Energieagentur Ebersberg-München.
Die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung dauert etwa ein Jahr. Anschließend soll für jeden Ortsteil nachvollziehbar sein, welche Wärmeversorgungsstrategie sinnvoll ist und wo etwa Potenziale liegen, um das Wärmenetz möglicherweise weiter auszubauen. „Dadurch lässt sich auch feststellen, ob es Bereiche in Vaterstetten gibt, die zukünftig weiterhin nur dezentral, also mit einer Heizung im eigenen Keller, mit Wärme versorgt werden können", sagt Tobias Aschwer, Klimaschutzmanager der Gemeinde.
Mit der kommunalen Wärmeplanung schafft die Gemeinde eine strategische für die Wärmewende. Die Planung ersetzt jedoch nicht die Entscheidungen der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer – und diktiert der Gemeinde auch nicht, welche Maßnahmen wie umzusetzen sind, erklärt INEV-Mitarbeiterin Lea Schmidtke: „Die kommunale Wärmeplanung zeigt Möglichkeiten der Wärmewende auf. Umgesetzt werden muss sie am Ende gemeinsam von der Gemeinde und ihren Bürgerinnen und Bürgern und ganz im Einklang mit den jeweiligen finanziellen Möglichkeiten."
Damit die Wärmeplanung die örtlichen Gegebenheiten möglichst gut berücksichtigt, freut sich die Gemeinde über Hinweise von Unternehmen, landwirtschaftlichen Betrieben und weiteren Akteuren mit nutzbaren Wärmepotenzialen. Auch Bürgerinnen und Bürger, die bereits Erfahrungen mit einer klimafreundlichen Wärmeversorgung gesammelt haben oder eine Sanierung planen, können sich an die Energieagentur Ebersberg-München wenden. Über den Fortschritt der kommunalen Wärmeplanung informiert die Gemeinde auf ihrer Internetseite.
Foto: Katja Finkenzeller von der Energieagentur Ebersberg-München wird Bürgermeisterin Maria Wirnitzer und Klimaschutzmanager Tobias Aschwer hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Wärmeversorgung beraten (v.l.n.r.). © Gemeinde Vaterstetten

